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Hochtour 2003

Hier findet ihr aktuelle Info's zu unserer im Sommer 2003 geplanten Hochtour am Gran Paradiso und auf der Südseite der Monte Rosa Gruppe. Diese Seite ist in erster Linie für Mitglieder des DAV Gießen gedacht, die sich für diese Veranstaltung interessieren.

Zeitraum: 19. - 26.Juli 2003

Standorte: Verschiedene Hütten in den beiden Gebieten: Rif. Vittorio Emanuele, Rif. Gnifetti, Cap. Margherita, Rif. Quintino Sella.

Voraussetzungen:
Da diese Veranstaltung als Einsteigertour gedacht ist, sind lediglich ein Eis-Grundkurs oder gleichwertige Kenntnisse, sowie Kondition für Touren bis zu 10 Stunden notwendig.

Geplanter Ablauf:
Am Samstag starten wir frühmorgens in Gießen und fahren durch die Schweiz ins Aostatal und schliesslich in das Val Savaranche bis Pont. Von dort steigen wir 700 Höhenmeter zum Rifugio Vittorio Emanuele II (2775m) auf. Die Hütte wirkt wie eine halbierte Blechtonne, ist aber relativ neu und bietet Platz für insgesamt 180 Bergsteiger.

Emanuelhuette

Der Gran Paradiso bietet praktisch keine technischen Schwierigkeiten, was dazu führt, dass sich bei guten Verhältnissen viele Gipfelaspiranten auf den Weg machen. Wer die Einsamkeit sucht, sollte deshalb besser an einer anderen Veranstaltung teilnehmen.

ParadisoKarawane

Es liegt nicht in meiner Absicht, mögliche Teilnehmer abzuschrecken, sondern ich möchte nur sichergehen, dass jeder Teilnehmer eine realistische Vorstellung von der Frequentierung dieser leichten Viertausender hat. Es gibt bei einem solchen Anstieg auch genügend positive Eindrücke und wer zum ersten Mal einen Viertausender besteigt, für den ist der Gran Paradiso sicher ein großartiges Erlebnis. Schließlich muss man die 2000 Meter Höhenunterschied vom Tal auf eigenen Füßen überwinden und nicht wie bei anderen "Einsteiger-4000ern" mit Hilfe von Bergbahnen.

ParadisoImpression

Das folgende Bild zeigt die letzten Meter des Aufstiegs vom Fuß des felsigen Gipfelaufbaus aus gesehen.

ParadisoAbstieg

Dieser felsige Gipfelaufbau kann mit Hilfe von Fixseilen leicht bestiegen werden. Auch hier herrscht reger Andrang, so dass man unter Umständen anstehen muss. Dabei handelt es sich bei dieser Erhebung tatsächlich um einen Vorgipfel, auf dem eine Madonnenstatue steht. Der eigentliche Gipfel ist etwa gleich hoch und liegt unmittelbar neben dem Madonnengipfel.

ParadisoGipfel

Nach dem Abstieg ist eine weitere Nacht in der Emanuelhütte geplant. Am folgenden Tag (Montag) fahren wir dann durch das Aostatal in das Gressoneytal, um von dort mit der Seilbahn bis zum Paso dei Salati (2936m) zu gelangen. Eine kurze Wanderung über Stolemberg (3202m) und den Indren Gletscher bringt uns zur Gnifettihütte auf 3647m. Diese Hütte hat 277 Lager und ist meist gut belegt. Wasser ist knapp aber die Lager selbst habe ich als überraschend geräumig in Erinnerung.
Den Aufstieg bis zur Capanna Margherita ist in zwei Etappen geplant, damit ihn alle Teilnehmer auch wirklich genießen können. Am folgenden Tag (Dienstag) steigen wir deshalb auf Vincentpyramide (4215m), Balmenhorn (4167m), Schwarzhorn (4322m) und die Ludwigshöhe (4341m). Das folgende Bild zeigt die Vincentpyramide über dem östlichen Lisgletscher. Der Aufstieg dauert etwa 2 Stunden und erfolgt über den sanften Hang, der auf der linken Seite zu erkennen ist.

Vincentpyramide

Das Balmenhorn (4167m) kann eigentlich nicht als eigenständiger Viertausender bezeichnet werden. Es stellt schließlich nur eine Felsinsel im Lisgletscher dar, mit einer Biwackschachtel und einer Christusstatue. Im rechten Teil des Bildes erkennt man das Balmenhorn. Hier wird auch deutlich, wie unbedeutend es gegenüber einem richtigen Berg wie dem Liskamm ist, der das Bild beherrscht.

Balmenhorn

Interessanter ist dagegen schon das Schwarzhorn (4322m), das immerhin eine kurze steile Firnpassage mit bis zu 50° bietet. Dauer: ca. 1 Stunde vom Gipfel der Vincentpyramide über das Balmenhorn. Der Weiterweg auf die Ludwigshöhe (4342m) kann ebenfalls interessant gestaltet werden, wie die folgende Aufnahme zeigt. Der eigentliche Normalanstieg führt auf der abgewandten Seite zum Gipfel aber bei guten Verhältnissen kann man auch direkt von Süden hinaufsteigen.

Ludwigshoehe

Nachdem wir den Gipfel der Ludwigshöhe erreicht haben, werden wir umkehren und zurück zur Gnifettihütte gehen. Am folgenden Tag (Mittwoch) steigen wir dann nochmals über den Lisgletscher hinauf Richtung Lisjoch. Wir überschreiten die Parrotspitze (4432m), können gewissermaßen im "Vorbeigehen" die Zumsteinspitze (4563m) betreten und kommen schließlich auf die Signalkuppe zur höchstgelegenen Hütte Europas, der Capanna Margherita auf 4563m. Alle Teilnehmer sollten jetzt ausreichend akklimatisiert sein, um dort übernachten zu können.

Parrotspitze

Falls das Wetter entsprechend stabil bleibt, können wir am Donnerstag über den Passo del Naso (4150m) zur Quintino Sella Hütte (3587m) wechseln um von dort aus am Freitag den Westgipfel des Liskamms (4479m) zu besteigen. Dieser ist technisch leichter als der Ostgipfel und passt damit besser in dieses Programm. Der Abstieg erfolgt schließlich wieder über die Quintino Sella Hütte zurück ins Tal zum Auto. Eventuell können wir dabei für den letzten Teil des Abstiegs wieder eine Seilbahn nutzen.
Dieser zeitliche Ablauf ist natürlich nur zu schaffen, falls das Wetter mitspielt und keine anderen unvorhergesehenen Zwischenfälle passieren.

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